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Behandlung

Zahnfleisch­entzündung Chemnitz

Eine Parodontitis ist eine bakterielle Entzündung des Zahnbettes, die nicht geheilt, aber zum Stillstand gebracht werden kann. Im Zahnbett, zu dem das Zahnfleisch, der Kieferknochen und die Haltefasern gehören, sind die Zähne stabil verankert.

Wird eine Zahnfleischentzündung über einen längeren Zeitraum nicht behandelt, greift sie auf das Zahnbett über und eine Parodontitis entwickelt sich. Diese zerstört nach und nach das Zahnbett, gesunde Zähne verlieren ihren Halt und fallen schließlich aus. Bei Erwachsenen ist Parodontitis mittlerweile die Hauptursache für Zahnverlust.

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Parodontitis und Allgemeingesundheit

Eine Parodontitis kann auch Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit haben, da die Bakterien in die Blutbahn gelangen. So kann sie z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen, bei Diabetikern den Blutzuckerspiegel und die Insulinresistenz anheben oder in der Schwangerschaft das Risiko einer Frühgeburt erhöhen.

So behandeln wir eine Parodontitis – ein Überblick:

Um das generelle Risiko einer Erkrankung abzuschätzen oder den Verlauf einer Parodontitisbehandlung zu überprüfen, können Risikotests empfehlenswert sein. Das Ergebnis hilft uns dabei, die Behandlung individuell auszurichten.

  • Bakterielle Überprüfung: Eine Bakterienprobe aus den Zahnfleischtaschen wird im Labor auf die Anzahl und Art der schädlichen Bakterien untersucht.
  • Genetische Überprüfung: Dieser Test eignet sich z. B. bei einer familiären Veranlagung für Parodontitis – wenn Sie also selbst noch nicht erkrankt sind, aber gerne vorbeugen möchten. Dabei wird die DNS aus einer Bakterienprobe aus den Zahnfleischtaschen vervielfältigt, um die vorhandenen Bakterienarten untersuchen zu können.

Eine wichtige Untersuchungsmethode zur Früherkennung ist das Sondieren: Eine feine Sonde wird zwischen Zahnfleisch und Zahn geführt und die Tiefe der Zahnfleischtaschen gemessen.

Unsere moderne Parodontalsonde vermisst die Zahnfleischtaschen vollautomatisch und überträgt die Daten an eine Software. Auf diese Weise können wir eine Parodontitis meist bereits im Frühstadium diagnostizieren und notwendige Behandlungsmaßnahmen zeitnah einleiten. Zudem können wir die Erkrankung für Sie visuell am Bildschirm darstellen und dokumentieren.

Bei einer Parodontitis entstehen zwischen Zahn und Zahnfleisch sogenannte Zahnfleischtaschen. In diesen setzen sich leichter bakterielle Beläge fest, die wiederum ein Fortschreiten der Parodontitis begünstigen und sich mit der Zahnbürste alleine nicht mehr entfernen lassen. Wir reinigen die Zahnfleischtaschen mit speziellen Handinstrumenten und entfernen die Beläge effektiv und langanhaltend. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um eine Parodontitis aufhalten zu können.

Wenn die konservative Therapie nicht ausreicht, um die Entzündung zu stoppen, ist eine chirurgische Behandlung erforderlich. Dabei werden die Beläge in einem chirurgischen, minimalinvasiven Eingriff entfernt.

Zur Förderung der Heilung können wir ein kleines Gelatineplättchen in die Zahnfleischtasche geben. Es enthält einen antibakteriellen Wirkstoff, den es in den folgenden Wochen kontinuierlich abgibt, bis es selbst vom Körper aufgelöst wird.

Kieferknochen und Zahnhaltegewebe, die durch eine fortgeschrittene Parodontitis geschädigt sind, können häufig wiederaufgebaut werden:

  • Mit speziellen Wachstumsfaktoren kann die Neubildung von gesundem Zahnhaltegewebe angeregt werden (gesteuerte Geweberegeneration).
  • Ein hochgereinigtes Knochenersatzmaterial wird in die geschädigte Stelle eingebracht und mit einer Membran umgeben. Diese Membran fungiert als Schutzbarriere, sodass sich der Knochen im benötigten Umfang neu bilden kann (gesteuerte Knochenregeneration).

Mehr über die Parodontitisbehandlung erfahren Sie im Ratgeber Zähne.